Wie ihr euch sicher denken könnt, nimmt der Diabetes auf meinen Reisen einen riesigen Teil meines Gepäcks ein. Aber ich habe eben auch anderes dabei. Logisch, oder? Ich bekomme immer wieder Fragen dazu, wie ich – gerade auch auf langen Reisen – alles mitbekomme. Den Diabetes-Kram und allen anderen Kram eben auch. Mit dem Diabetes-Zeug, das ich auf Reisen mitschleppe, habe ich mich hier schon ausführlich befasst. Daher soll es heute ausnahmsweise um den Nicht-Diabetes-Krempel gehen – und somit eben auch darum, wie genug Platz für den Diabetes im Koffer bleibt.
Eines vorweg: Es gibt nicht die eine, die perfekte Packliste. Auch ich habe immer andere Dinge im Koffer – je nach dem, wohin es geht, wie lange ich bleibe und so weiter. Aber es hilft mir ungemein, eine allgemeine Liste zu haben, an der ich mich orientieren kann!
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Inhalte
Das Gepäckstück
In teure, hippe Koffer habe ich ehrlich gesagt noch nie investiert – daher habe ich hier keine tollen Tipps parat. Ich mag’s wenn sie vier Rollen haben und einigermaßen stabil sind. Wenn jemand wirklich etwas empfehlen kann, dann bin ich sehr neugierig. Her mit euren Empfehlungen!
Beim Thema Rucksäcke habe ich allerdings tatsächlich einen heißen Tipp: In den 40 Liter Rucksack Farpoint 40 von der Marke Osprey passt wirklich unglaublich viel hinein. Wenn der olle Diabetes nicht wäre, hätte hier alles für meine Südostasien-Reise und auch für meine aktuelle Reise um die Welt seinen Platz gefunden. Für eine kurze oder auch mittellange Reise hingegen ist er wirklich perfekt! Was mir besonders gut gefällt: Man kann einerseits die Tragegurte komplett wegzippen und den Rucksack so wie eine Reisertasche verwenden. Außerdem kann man den Stauraum komplett öffnen, so dass man (wie bei einem Koffer) einen Überblick über den gesamten Inhalt sieht. Sehr praktisch!
Nun aber zum Eigentlichen: Was steckt im Koffer bzw. Rucksack drin?
Packliste: Dokumente
Manche Dokumente dürfen einfach nicht fehlen. Falls sie auf Reisen doch mal wegkommen, kann ich nur dazu raten, Scans anzulegen! Diese sollten nicht nur auf dem Handy, sondern z.B. in einer Cloud gespeichert sein, damit man auch bei Verlust des Handys einfach daran kommt.
- Personalausweis + ggf. Reisepass (Scans anlegen!)
- Führerschein + ggf. internationaler Führerschein (Scans anlegen!)
- Impfpass (oder Scan) + ggf. spezielle Impfbescheinigung (z.B. Gelbfieberimpfung)
- Versicherungsschein der Auslandskrankenversicherung (Scan)
- Kreditkarten & etwas Bargeld
- Tickets & Reservierungen
- ggf. Visum
- ggf. Reiseführer (wenn möglich digital)
- Kofferanhänger mit Adresse und Telefonnummer
- Stift (vergesse ich immer – vermisse ich spätestens im Landeanflug beim Ausfüllen von Einreisepapieren)
Komfort unterwegs
Auch auf Reisen möchte ich mich wohl und heimisch fühlen. Dafür habe ich ein paar kleine Helferlein dabei.
- Nackenkissen zum Aufblasen für die Reise (Ohne reise ich seit Jahren keine Langstrecken mehr – egal ob im Zug oder im Flieger!). Alternativ habe ich auch viel Gutes über dieses Reisekopfkissen gehört.
- Schlafmaske für die Reise (und für überraschend helle Unterkünfte!)
- Ohrenstöpsel (Die reisen oft jahrelang ungenutzt mit und haben irgendwann ihren großen Moment, in dem sie zum Einsatz kommen.)
Die folgenden Tipps mögen ein bisschen prinzessinnenhaft klingen – vielleicht sind sie das auch. Aber auf langen Reisen mit verschiedensten Unterkünften können sie für das gewisse „Zuhause-Gefühl“ sorgen:
- Duft! Wenn ihr eine kleine Kerze oder ein Duftspray (z.B. Kissenspray, Yogaspray oder Raumspray) mitnehmt, fühlt ihr euch überall ein klein wenig mehr zu Hause. Es funktioniert!
- Hausschuhe! Wie bitte? Auf Reisen? Jap! Nicht nur auf langen Flugreisen, sondern auch wenn man wochen- oder monatelang von Unterkunft zu Unterkunft reist, sind ein paar Hausschuhe ein großes Stück „Zuhause-Gefühl“. Versprochen. Dabei reichen natürlich einfache Schlappen, die es manchmal in schönen Hotels gibt. Souvenirs quasi! 😉
Technik & Kabelsalat
Technik darf im Gepäck einer Bloggerin natürlich nicht fehlen! Viele Menschen möchten all die Technik auf Reisen lieber daheim lassen, um so richtig „abzuschalten“. Ich mag es aber einfach, alles dabei zu haben.
Tipp: Vor der Reise alles noch einmal sichern und synchronisieren!
- Smartphone + Ladekabel
- Laptop oder Tablet + Ladekabel
- Kopfhörer + ggf. Y-Adapter (zum gemeinsamen Hören und Schauen)
- E-Book-Reader + Ladekabel (Ich liebe „echte“ Bücher – aber auf Reisen ist mein Kindle unschlagbar! Wer kein solches Gerät hat, kann übrigens auch die App auf dem Handy oder App nutzen und dort lesen.)
- Kamera + Akkus + Sicherung
- ggf. Weltstecker-Reiseadapter
- ggf. USB Port Ladegerät (um mehrere Geräte gleichzeitig zu laden)
- ggf. Power Bank (Hier lohnt sich übrigens ein Blick in die Vorgaben der Airlines. Sie sind oft entweder im Aufgabegepäck oder aber im Handgepäck verboten!)
- ggf. ein kleines Multifunktionsgerät oder Taschenmesser (Schraubenzieher, Korkenzieher etc.)
Gesundheit & Kosmetik
- Insbesondere für Flugreisen schwöre ich auf diese durchsichtige, aber stabile und wiederbenutzbare Kosmetiktasche. Sie ist grandios! Eine ähnliche Tasche gibt es hier.
- Mikrofaserhandtücher sind praktisch, weil sie wenig Platz wegnehmen. Meines ist dennoch groß genug, um mich damit in der Öffentlichkeit einzuwickeln. Zusätzlich dient es auch als Picknickdecke oder Strandlaken.
- Kosmetik wie Shampoo, Duschgel und Gesichtsreiniger fülle ich mir gerne in kleine Silikonflaschen oder Plastikfläschchen und -döschen ab. Für vieles gibt es übrigens auch feste Alternativen am Stück.
- Platzspar-Tipp: Probiert mal die Allround-Seifen von Dr. Bronner’s aus. Es gibt sie in allen möglichen Duftrichtungen und Größen (auch als Mini!). Sie sind extrem vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Duschgel, Handseife, Rasierschaum, Spülmittel oder Rei-Ersatz.
- Zahnbürste + Zahnpasta + Zahnseide + Interdentalbürsten (ganz vorbildlich)
- Nagelfeile + Nagelschere + Nagelknipser + Pinzette
- Reisebürste (Mini Wet Brush oder Tangle Teezer), Haargummis + Spangen
- Deodorant
- Verlässlicher Sonnenschutz für Gesicht, Lippen und Körper (Hier lohnt sich Recherche. Sonnenschutz kann im Reiseland deutlich teurer sein. Außerdem sollte er „reef safe“ sein, um die Ozeane zu beschützen!)
- Insektenschutz + Stichheiler (einfach genial!)
- Hand-Desinfektion
- Mini-Tube Rei (oder wie oben beschrieben Dr. Bronner’s Seife)
- Alles, was ihr individuell sonst noch braucht, z.B. Parfum, After Sun, Rasierer, Make-Up, Body Lotion, Wattestäbchen, Wattepads, Menstruationsprodukte, Verhütungsmittel, Nagellack, Haarkur, Reiseföhn … Hier fällt mir das Einsparen schwer – ich liiiieebe Kosmetik-Kram!
- Wichtig: Eine gut bestückte Reiseapotheke!
Kleidung
Hier wird es für die viele von uns schwerig, Platz zu sparen. Aber es geht! Mir helfen Packing Cubes und ein Wäschesack dabei, Ordnung zu bewahren.
Ich habe mir außerdem angewöhnt, nur noch Kleidung für rund eine Woche mitzunehmen. Das reicht aus! In den allermeisten Ländern gibt es schließlich Waschservices oder Waschsalons zum Selbstwaschen. Außerdem habe ich immer eine Mini-Tube Rei oder Dr. Bronner’s Allround-Seife dabei – damit kommt man immer ein paar Tage weiter.
Bestimmt geht es euch ähnlich: Oftmals hat man im Urlaub viel zu viel Kleidung dabei und trägt doch immer die gleichen Sachen. Merkt euch einfach, welche Outfits sich bewährt haben und welche einfach unpraktisch waren. Manchmal wundert man sich! In Südostasien hatte ich z.B. einen kurzen, robusten Rock dabei, den ich für total praktisch gehalten habe. Tatsächlich konnte ich damit aber schlichtweg nicht auf den Rücksitz unseres Rollers aufsteigen, welcher unser einziges Fortbewegungsmittel war. Ein knielanger, weiter Rock, den ich eigentlich nur für einen Konferenzbesuch dabei hatte, kam statt dessen zum Einsatz und ist seit dem bei wirklich jeder Reise dabei, weil er einfach überraschend praktisch ist.
Je nachdem, in was für eine Region es auf der Reise geht, habe ich z.B. Folgendes dabei:
- 1 x Jeans + ggf. Gürtel
- 1 x lange dünne Hose
- 1 x kurze Hose
- 1x Rock
- 1 x Kleid oder schickes Outfit für einen besonderen Anlass
- 6 x Oberteile
- ggf. 1 x Langärmliges Shirt
- 1 x Hoodie-Jacke oder leichter Pulli
- 1 x faltbare Regenjacke oder Daunenjacke (Die von Uniqlo sind einfach genial und lassen sich klitzeklein verpacken!)
- 7 x Schlüppis
- 2 x BH
- 1-2 x Bikini
- 3 x kurze Socken + 1 x lange Socken
- ggf. Sportkleidung
- Schal oder Tuch (als Schutz gegen übertriebene Klimaanlagen oder als Schultertuch in der Sonne oder ggf. in Kirchen und Tempeln)
- Sonnenhut oder Kappe
- Sonnenbrille
- ggf. Schmuck & Accessoires
Das richtige Schuhwerk
Auf Reisen laufe ich viel – leider neige ich aber zu Blasen. Vor allem seit meiner Polyneuropathie-Diagnose achte ich daher darauf, gute und leider auch viele Schuhe einzupacken. So kann ich auch bei Blasen regelmäßig wechseln und bin flexibel. Folgendes habe ich z.B. aktuell dabei:
- Sneaker
- ggf. Wanderschuhe
- Birkenstocks (Diese „soll“ sich seit der Polyneuropathie-Diagnose eigentlich nicht mehr tragen – aber sie sind perfekt eingelaufen und was soll’s!)
- 1x die bequemsten Sandalen, die die Welt je gesehen hat! Ganz große Liebe!
- 1x Flip-Flops, die nass werden dürfen
- 1x „feine“ Schuhe (Falls es mal ins Theater oder in ein tolles Restaurant geht. Auf der aktuellen großen Reise habe ich sie mir verkniffen und es leider bereut!)
Los geht’s!
Der Koffer ist also gepackt und alles passt hinein. Oder nicht? Schaaaaade, dass dann noch eine Tonne Diabetes-Krempel dazu kommt. Aber so ist es nun mal! Beim Diabetes traue ich mich nicht so richtig, Platz zu sparen. Zu groß ist die Angst, dass am Ende doch etwas fehlt. Umso besser also, wenn ich beim restlichen Gepäck etwas sparen kann. Dennoch: Manche Dinge geben mir auch weit weg von der Heimat ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Und auch wenn sie Platz wegnehmen, gehören sie in meinen Koffer!
Übrigens: Seitdem mein Freund eine Leidenschaft für das Kitesurfen entwickelt hat, wiegt der Diabetes nur noch halb so viel. Zumindest im Vergleich zu 3 Kites, Luftpumpe, Kiteboard, Neoprenanzug und noch so viel mehr! 😉
Nun zu euch! Was fehlt in euren Augen auf dieser Packliste? Oder was ist für euch völlig fehl am Platz (Stichwort Kerzen und Hausschuhe vielleicht?) 😉 Ich freue mich auf euer Feedback und vor allem auf eure Packtipps! Her damit!




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