Es ist mal wieder so weit: Wir werden sowieso schon täglich mit vollkommen unrealistischen Bildern von Modelkörpern, die via Photoshop bis in die porenlose, narbenlose, dellenlose Perfektion bearbeitet wurden konfrontiert. Doch nun, da der Sommer da ist, werden wir an Magazinständen, im Fernsehen und in den Sozialen Medien aufgefordert, diesen Idealen gerecht zu werden und mit ungefragten Tipps für die perfekte Bikini-Figur zugedröhnt. Seid ihr auch Beach Body Ready? Was für ein Quatsch! Schluss damit!
Weil ich es so dermaßen satt habe, mir von „der Gesellschaft“ bzw. den sozialen Medien einreden zu lassen, ich oder mein Körper seien nicht gut genug, habe ich kurzerhand meine sozialen Medien umgebaut. Ich sorge dafür, dass mir beim täglichen Gescrolle auf Instagram nicht mehr schlecht fühle, sondern dass mir die Seele gestreichelt wird, dass ich mich bestätigt und repräsentiert fühle.
Ich merke deutlich, wie viel mir das gibt und möchte daher heute anstatt allzu viele Worte zu verlieren, ein paar Bilder und Posts sprechen lassen, die euch vielleicht inspirieren!
Ich will an dieser Stelle keineswegs behaupten, dass ich a) die Weisheit mit Löffeln gefressen habe oder b) die selbstbewussteste Person der Welt bin, der die Konfrontation mit den Schönheitsidealen in unserer Gesellschaft überhaupt nichts ausmacht. Aber seit dem ich Bilder von Körpern bewusster konsumiere und mehr selbst bestimme, was ich täglich zu Gesicht bekomme, fällt mir der schwungvolle Gang in Spaghetti-Top, Kleid oder kurzer Hose deutlich leichter!
In den sozialen Medien, wie auch im echten Leben, müssen wir aufhören, uns mit anderen Menschen zu vergleichen und statt dessen beginnen, uns so zu akzeptieren, wie wir sind.
Und wie schade ist es, wenn wir unseren Umgang mit Social Media nicht selbst gestalten? Wir sind es, die selbst entscheiden können, welche Medien wir konsumieren.
Social Media ist in meinen Augen dafür da, uns miteinander zu vernetzen, uns gegenseitig zu unterstützen und uns zu inspirieren! Dafür möchte ich all das nutzen – und mich in keinem Fall davon runterziehen lassen!
Für einen kleinen Exkurs kann ich euch diesen kurzen Guide zum Thema „How to have a positive experience on Instagram“ empfehlen. Man kann sich ganz fix durchklicken und vielleicht öffnet es dem*der ein oder anderen die Augen.
Damit ich mich klar ausdrücke: Es spricht überhaupt nichts dagegen, sich bewusst mit dem eigenen Körper auseinander zu setzen, sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben und auch auf sein Äußeres zu achten. Wichtig finde ich persönlich einfach nur, dass dies aus Selbstliebe heraus geschieht und nicht aus Selbsthass!
Genau genommen ist es nicht mal wichtig, den eigenen Körper zu lieben. Nur hassen sollten wir ihn meiner Meinung nach nicht. Eine gewisse Gleichgültigkeit ist in meinen Augen ganz gesund!
Diesen Post finde ich besonders großartig. Sicherlich hat fast jeder von euch da draußen irgendwo an seinem*ihrem Körper ein paar Dehnungsstreifen. Für viele von uns sind sie ein Makel, der uns stört. Warum, wenn wir doch eh nichts daran ändern können? Der Autorin dieses Posts sind waren die Streifen an ihrem Bauch lange ein Dorn im Auge. Nur zufällig entdeckte sie, dass sie tatsächlich auch welche an den Kniekehlen hatte! Über diese hatte sie sich nie gesorgt – schließlich wusste sie nicht mal, dass sie existieren. Dieser Perspektivwechsel veränderte ihr Selbstbild enorm.
Ich finde es unheimlich wichtig, in unseren Social Media Feeds diverse Menschen und Körper zu sehen. Nur wenn wir sie regelmäßig wahrnehmen, werden sie in unseren normal. Und das sind sie ganz einfach! Jeder Körper hat „Makel“, wie Narben, Dellen oder hier und da ein CGM-Sensor. Dünn, dick, schwarz, weiß – all das ist normal. Sorgt dafür, dass euer Feed euch all diese Körper zeigt. Und sorgt auch dafür, dass ihr Körper wie eure seht! Für mich zumindest macht das einen großen Unterschied!
All dies gilt übrigens auch ganz spezifisch für den Bereich Diabetes. Wenn die Posts von bestimmten Accounts oder Personen euch regelmäßig ein schlechtes Gefühl geben, ihr euch selbst hinterfragt und glaubt, nicht gut genug zu sein… dann sind diese Accounts vielleicht ganz einfach nicht gut für euch!
Inspiration, Ansporn, Beispielhaftigkeit hin oder her – das alles soll positiv wirken, nicht negativ. Vorher-Nachher-Fotos finde ich daher z.B. brandgefährlich! Und auch wer nicht mit ach so tollen Positiv-Beispielen voran geht, sondern sich selbst statt dessen kritisiert,




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