Diabetes und Reisen Leben mit Diabetes

Mit der Hypo in den Mai!

Zugegeben – Hypos kommen nie gelegen. Außer vielleicht, wenn man sie rechtzeitig bemerkt, und man sowieso grade sündigen wollte. 😉 Aber mal ehrlich, das ist eine absolute Ausnahme. In der Regel kommen Hypos unerwartet und zu den unpassendsten Zeitpunkten. Während einer Prüfung, beim Einkaufen, unter der Dusche, direkt nach dem Zähneputzen. Oder wenn man sowieso schon spät dran ist.

Das ist mir letzte Woche passiert. Mit einem Tanz in den Mai der ganz anderen Art wurde hier in Edinburgh nämlich beim Beltane Fire Festival der Sommer begrüßt. Wie gesagt, wir waren spät dran. Dann kam die Hypo. Und sie wollte einfach nicht gehen. Zwei Gläser Saft und eine Tüte Skittles später wollte ich dann aber trotzdem los. Ärgerlich, wenn das Festival auf einem Berg ist. Gut, der Calton Hill in Edinburgh ist keine 50 Meter hoch und der Aufstieg dauert auch nur ein paar Minuten. Aber unterzuckert ist so etwas echt keine gute Idee. Meine Typ F Begleiter gaben ihr Bestes, um mich davon abzuhalten, aber ich wollte nicht abwarten, sondern los! Diagnose: Diabetes und Dickkopf!

Nach einem qualvollen Aufstieg mit vielen, vielen Pausen waren wir endlich oben angekommen und mein Blutzucker folgte dann auch bald. Als sich mein Zuckermonster beruhigt hatte, konnten wir uns in Ruhe umsehen und den Trubel genießen. Inspiriert von der Gälischen Tradition des Beltane Festival, gaben über 300 Freiwillige Helfer und Performer gaben alles, um mit den 11 000 Besuchern den Sommer gebührend einzuläuten. Es war ein beeindruckendes Durcheinander von kreativer Verkleidung, verrückten Tänzen und viel, viel Feuer!

So gesehen war es die Strapazen absolut wert. Beim nächsten Mal versuche ich aber etwas vernünftiger zu sein, und erst wieder Gipfel zu erklimmen, wenn die Hypo wirklich vorbei ist! 😉

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